lxc.mount.entry vs. mpX bei unprivilegierten Containern
Wenn man sich im Proxmox-Wiki den Artikel zu Unprivileged LXC containers durchliest, wird dort nur eine Art von Mountpoints erwähnt, und zwar:
mp[0-9]+: <volume>,mp=<container-path>[,<option>=<value>...]Es gibt jedoch eine viel bessere Wahl, wenn man Mounts in LXC-Containern definieren will und viel mehr Optionen haben will als bei mpX.
Der Befehl heißt lxc.mount.entry:
lxc.mount.entry: <source> <target> <fstype> <options> <dump> <pass>Vorteile von lxc.mount.entry sind zum Beispiel:
- Rekursive Mounts (rbind) – verschachtelte Mountpoints (z. B. nested ZFS-Datasets) werden automatisch mitgemountet; bei mpX fehlt diese Option komplett
- Volle fstab-Optionsvielfalt – beliebige Mount-Optionen nutzbar (z. B. ro, noexec, nosuid, spezielle Dateisystem-Flags), nicht nur der begrenzte Satz, den Proxmox für mpX vorsieht
- Beliebige Quelltypen – nicht nur lokale Pfade/Proxmox-Storages, sondern z. B. auch NFS-, CIFS- oder andere bereits gemountete Freigaben lassen sich direkt einbinden
- Kein Storage-Zwang – der Host-Pfad muss kein von Proxmox verwaltetes Storage-Objekt sein; funktioniert mit jedem beliebigen Verzeichnis
- Mehr Kontrolle über create=dir/create=file – Zielverzeichnis/-datei kann bei Bedarf automatisch angelegt werden, feingranularer steuerbar als bei mpX
Es gibt jedoch auch Nachteile gegenüber mpX, die berücksichtigt werden müssen:
- Kein GUI-Support (nur manuelle Config-Bearbeitung)
- Kein automatisches Backup-Handling über vzdump wie bei mpX (backup=0/1)
- Kein Storage-Tracking / keine automatische Berücksichtigung bei Live-Migration (Host-Pfad muss auf Zielnode identisch existieren)
- Keine Validierung beim Speichern – Fehler fallen erst beim Containerstart auf
Weitere Infos gibt’s hier